Energy Voices

Mobilität, Digitalisierung, Infrastruktur: Der Strombedarf steigt. Energie prägt unseren Alltag, ohne geht nichts. Die Schweiz strebt eine CO2-neutrale Versorgung an. Wie schaffen wir das? Journalistin Karin Frei empfängt Gäste aus Wirtschaft, Politik, Forschung und Gesellschaft. Offen spricht sie mit ihnen über Klimapolitik, eine sichere Energieversorgung und was das für uns alle bedeutet. Eine Podcast-Serie von Axpo mit relevanten und kontroversen Stimmen zur Energiezukunft.

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Erneuerbare im Gegenwind?

Samuel Leupold im Gespräch

​Windkraft wird im Ausland in Windeseile ausgebaut und als eine der wichtigsten Technologien der Zukunft gehandelt. Samuel Leupold, Windpionier und Chairman of Wind Energy bei der Green Investment Group, ist für den Ausbau von Windenergie. Die Schweiz sei allerdings kein Wind-Land und je grösser die Windkraftprojekte sind, desto grösser ist der Widerstand dagegen. Ein marktwirtschaftlicheres Denken wäre hier nötig. Was die Schweiz von den Dänen lernen kann und welchen Auftrag Swissgrid zu erfüllen hat, verrät er im Gespräch mit Karin Frei. 

Samuel Leupold ist persönlicher Berater und Vorsitzender der Windenergie bei der Green Investment Group. Zuvor war er mehrere Jahre lang Mitglied des Vorstands von Orsted (damals Dong Energy), dem weltweit führenden Unternehmen für die Entwicklung und den Betrieb von Offshore-Windparks. Davor war Leupold bei der BKW-Gruppe als Leiter des Bereichs Internationale Energie und Handel tätig. Er begann seine Karriere bei ABB, arbeitete bei McKinsey als Berater, auch für Unternehmen im Energiesektor. Leupold hat einen Abschluss als Maschinenbauingenieur der ETH Zürich und verfügt zudem über einen Master of Business Administration (MBA) von INSEAD.

Köttbullar und Solarstrom: Wie IKEA Nachhaltigkeit demokratisiert

Franziska Barmettler im Gespräch

Die Schweizerinnen und Schweizer sind anspruchsvoll, was das Thema Nachhaltigkeit betrifft, das weiss Franziska Barmettler, Leiterin Nachhaltigkeit bei IKEA. Für sie steht fest: Auch günstige Möbel können nachhaltig sein. Nachhaltigkeit wird so für alle zugänglich. Dafür braucht es v.a. die richtigen Bedingungen und regelmässige Kontrollen. Wie Nachhaltigkeit bei IKEA gelebt wird, welchen Stellenwert Solarstrom dabei hat und warum mutigere Ansätze gefragt sind, verrät Franziska Barmettler im Gespräch mit Karin Frei.

Franziska Barmettler ist Leiterin Nachhaltigkeit bei IKEA Schweiz. Als Mitbegründerin und Co-Geschäftsführerin des Wirtschaftsverbandes swisscleantech befasst sie sich seit Jahren mit dem Thema. Barmettler ist seit 2019 Zürcher Kantonsrätin, Mitglied der glp und Vorstandsmitglied der Operation Libero.

Umweltschutz – keine Zeit für Ideologie

Thomas Vellacott im Gespräch

Im Gebäudebereich braucht es energetische Sanierungen statt Pinselrenovationen und wenn bei Finanzprodukten grün draufsteht, muss auch grün drin sein. Das Tempo der Energiewende ist deutlich zu langsam, ist sich Thomas Vellacott, CEO WWF Schweiz, sicher. Die Zielgerade ist erst in weiter Ferne. Welche Rolle Verzicht bei der Energiewende spielt und was die Politik zum Ausbau der Erneuerbaren beitragen kann, erklärt er im Gespräch mit Karin Frei.

Thomas Vellacott ist seit 2012 CEO des WWF Schweiz. Er studierte in Durham (GB) und Kairo Arabisch und Islamwissenschaften, in Cambridge (GB) internationale Beziehungen und am IMD in Lausanne Betriebswirtschaft. Er war in London, Genf und Zürich im Private Banking der Citibank tätig und zuvor Berater und Projektleiter bei McKinsey & Co. in Zürich. Seit 2001 ist Vellacott beim WWF Schweiz, zuerst als Leiter Corporate Relations, ab 2003 als Leiter Programm und Mitglied der Geschäftsleitung, verantwortlich für Konzeption und Umsetzung der nationalen und internationalen Umweltschutzarbeit des WWF Schweiz, bis er 2007 stellvertretender Geschäftsführer wurde.

Nachhaltige Anlagen performen genauso gut – wenn nicht besser

Sabine Döbeli im Gespräch

Privatvermögen, die nachhaltig investiert wurden, haben sich in den letzten Jahren fast verdoppelt. Die Finanzexpertin Sabine Döbeli freut diese Entwicklung. Es braucht aber noch mehr. Unternehmen müssen umdenken und ihre CO2 Emissionen stark verringern. Und die Finanzindustrie soll bei Anlagen und Produkten transparenter werden. Von wem sie mehr Signale erwartet und wer die Hausaufgaben noch zu machen hat, verrät sie Karin Frei im Gespräch.

Sabine Döbeli ist seit über 25 Jahren in verschiedenen Funktionen im Bereich der nachhaltigen Finanzen tätig. Sie ist Gründerin und CEO der Plattform Swiss Sustainable Finance (SSF). Zuvor war sie Leiterin des Corporate Sustainability Managements bei Vontobel und bei der Zürcher Kantonalbank. Döbeli hat einen Master in Umweltwissenschaften der ETH Zürich und ein Nachdiplomstudium in Betriebswirtschaft und Marketing an der Universität Basel. Sie ist Mitglied des Beirats für internationale Zusammenarbeit des Schweizerischen Bundesrats, des Forschungsbeirats des Bundesamts für Umwelt (BAFU) und der Beiräte der Sustainable Digital Finance Alliance (SDFA) sowie der Stiftung Drittes Millenium.

Wasserkraft – Auslaufmodell oder Trumpf der Zukunft?

Albert Rösti im Gespräch

Seit Jahrzehnten ist die Wasserkraft das Rückgrat der Schweizer Stromversorgung, doch gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen stellen es zunehmend in Frage. Wasserwirtschaftspräsident Albert Rösti diskutiert mit Karin Frei über steigende ökologische Anforderungen, staatliche Eingriffe in den Strommarkt und die Zukunft der Wasserkraft in der Schweiz.

Albert Rösti ist SVP-Nationalrat und Mitglied der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK). Seit 2016 präsidiert er den Verband der Schweizer Wasserwirtschaft (SWV). Er ist Ingenieur Agronom der ETH und besitzt einen Doktortitel der technischen Wissenschaften (ETH). Rösti führt ein Kleinunternehmen in den Bereichen Public Affairs und Projektmanagement und bietet Beratungsleistungen für Wirtschaft und Politik.

Klimakrise: das grösste Politikversagen unserer Zeit

Nico Müller im Gespräch

Für Klimastreik-Aktivist Nico Müller ist die Politik zu träge, wenn es um effiziente Lösungsansätze im Klimaschutz geht. Das CO2-Gesetz ist zu schwach und wird von der Politik als Ausrede verwendet. Wo er die Grenzen zur Radikalität sieht und mit welchen konkreten Massnahmen er der Energiepolitik Dampf machen will, erzählt er im Gespräch mit Karin Frei.

Nico Müller ist Klimastreik-Aktivist und engagiert sich seit den Anfängen der Klimabewegung Ende 2018 für eine bessere Ausgestaltung unseres Systems. Zudem ist er an der Ausarbeitung des Climate Action Plans beteiligt. Der 20-Jährige studiert an der ETH Zürich Rechnergestütze Wissenschaften.

Konsequente CO2-Steuer statt Heimatschutz und Subventionitits

Reiner Eichenberger im Gespräch

Für den einflussreichen Ökonomen Reiner Eichenberger besteht kein Zweifel: Um im Kampf gegen den Klimawandel wirklich etwas zu bewirken, braucht die Schweiz keine einschneidenden Massnahmen, sondern eine konsequente CO2-Steuer. Die Politik würde damit ein Modell beschliessen, das weltweit als realistisches und finanzierbares Vorbild dienen könnte.

Reiner Eichenberger ist Professor für Finanz- und Wirtschaftspolitik an der Universität Fribourg sowie Mitbegründer und Forschungsdirektor von CREMA (Center for Research in Economics, Management and the Arts). Eichenberger ist spezialisiert auf ökonomische Analysen des politischen Prozesses und politischer Institutionen. Im Ranking von NZZ und FAZ zum gesellschaftlichen Einfluss von Ökonomen in der Schweiz belegte er in den Jahren 2016 bis 2019 jeweils den zweiten Platz.

Energie-Wunderland – schon bald Realität?

Karin Frick im Gespräch

Trend- und Zukunftsforscherin Karin Frick vom Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) spricht mit Karin Frei über die künftige Energieversorgung der Schweiz, die notwendigen politischen Weichenstellungen und darüber, ob wir an der Schwelle zu einem Energie-Wunderland stehen.

Karin Frick ist Leiterin Research und Mitglied der Geschäftsleitung beim Gottlieb Duttweiler Institut (GDI). Die Ökonomin analysiert Trends und Gegentrends in Wirtschaft, Gesellschaft und Konsum. Sie befasste sich seit ihrem Studium an der Universität St. Gallen (HSG) in verschiedenen Funktionen mit Zukunftsthemen, gesellschaftlichem Wandel, Innovation und Veränderungen von Menschen und Märkten. Sie war als Chefredaktorin der renommierten Vierteljahresschrift «GDI Impuls» und als Geschäftsführerin der Schweizerischen Vereinigung für Zukunftsforschung (swissfuture) tätig. Im Auftrag namhafter Firmen analysierte sie Trends im Konsumgüter- und Dienstleistungsbereich.

Die nächste Episode erscheint am 16. März 2021

Karin Frei spricht in der nächsten Episode mit Barbara Schaffner, GLP-Nationalrätin und Präsidentin von Biomasse Suisse, über Küchenabfälle als Energieträger.

Freuen Sie sich auf weitere Gäste

In den nächsten Wochen spricht Journalistin Karin Frei mit den folgenden Personen:

  • Nils Epprecht, Geschäftsführer der Schweizerischen Energiestiftung 
  • und vielen mehr. 

Zur Journalistin Karin Frei

Karin Frei ist selbständige Mediatorin und Kommunikationscoach. Sie blickt auf eine über 25-jährige Karriere als Journalistin bei Schweizer Radio und Fernsehen zurück. Unter anderem moderierte und leitete sie für das Fernsehen die Sendung «Der Club» und arbeitete für das Wissenschaftsmagazin «Einstein». Sie war Gastgeberin des Radiotalks «Persönlich» sowie Produzentin verschiedener Radioformate wie der Hintergrundsendungen «Doppelpunkt» und «Forum». Karin Frei spricht im Podcast von Axpo mit ihren Gästen über die Energiezukunft.

Hintergrund zur Podcast-Serie von Axpo

Die Schweiz hat sich eine nachhaltige Energiezukunft zum Ziel gesetzt. In den nächsten Monaten und Jahren müssen entscheidende Weichen richtiggestellt werden. Axpo ist davon überzeugt, dass gute Lösungen nur in einem offenen Dialog entstehen. Um verschiedene Facetten zu beleuchten und deren Bedeutung für uns alle aufzuzeigen, haben wir den ersten Energie-Podcast der Schweiz ins Leben gerufen. Darin kommen profilierte Gäste aus Wirtschaft, Politik, Forschung und Gesellschaft direkt und ungefiltert zu Wort. Die Gespräche führt Journalistin Karin Frei.

Alena Weibel, Head Public Affairs & Media Relations von Axpo, erklärt im Gespräch, warum es diese Podcast-Serie braucht.