07.12.2022 | Verbesserte Rahmenbedingungen ermöglichen Solaroffensive

Photovoltaik-Ambition für die Schweiz versechsfacht

Axpo treibt den Ausbau erneuerbarer Energien zügig voran. Während das Unternehmen im Ausland in den Bereichen Solar- und Windenergie schon stark zugebaut und zahlreiche weitere Projekte in Planung hat, hat es im November 2022 auch die Ambition in der Schweiz erhöht – unter anderem dank Verbesserungen bei den Rahmenbedingungen.

Axpo ist die grösste Produzentin erneuerbarer Energien der Schweiz und will ihre Führungsrolle auf dem Weg in eine CO2-freie Zukunft weiter ausbauen. Die Notwendigkeit des Ausbaus der erneuerbaren Energien hat gerade vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges weiter an Bedeutung gewonnen und der von Axpo vorangetriebene Ausbau bei alternativen Stromerzeugungs- und -speichermethoden wird künftig in der Schweiz und in Europa zu einer unabhängigeren Energieversorgung beitragen.

Im Bereich Photovoltaik International verfolgt Axpo die Ambition, von 2020 bis 2030 10 GW an Kapazität zuzubauen. Dabei fokussiert das Unternehmen vor allem auf die Entwicklung und den Bau der Anlagen, die sie später verkauft oder eine Minderheit daran hält (Asset-light-Strategie). In Frankreich ist Axpo bereits heute eines der führenden Unternehmen bei der Entwicklung und dem Bau von Solaranlagen.

Auch Energie aus Windkraft spielt bei der Entwicklung weg von fossilen Energieträgern eine wichtige Rolle, da sie etwa zwei Drittel ihrer Energie im Winterhalbjahr produziert. Im Bereich Onshore-Windanlagen will Axpo bis 2030 3 GW zubauen. Die meisten Parks werden nach dem Bau verkauft, einige wenige verbleiben im Eigentum von Axpo. Im Rahmen dieser Strategie hat Axpo im Berichtsjahr erfolgreich ein französisches Windpark-Portfolio mit 24 hochmoderne Windkraftanlagen und einer Kapazität von 65.5 MW verkauft.

Verbesserte Rahmenbedingungen ermöglichen Solaroffensive

Zum Ende der Berichtsperiode war in der Schweiz eine erfreuliche Bewegung zu verzeichnen. Mit dem dringlichen Bundesgesetz zur kurzfristigen Bereitstellung einer sicheren Stromversorgung im Winter hat das eidgenössische Parlament in der Herbstsession 2022 die Voraussetzungen für einen rascheren Zubau von Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit hoher Winterproduktion geschaffen. Diese Entwicklung begrüsst Axpo ausdrücklich. Darauf basierend hat das Unternehmen die Planung für den PV-Zubau beschleunigt und im November eine Solaroffensive für die Schweiz bekanntgegeben.

Konkret hat Axpo ihre Ambition für den Zubau von PV-Anlagen in der Schweiz bis 2030 von bisher 200 MW auf 1.2 GW versechsfacht. Die Solaroffensive umfasst einerseits alpine Solaranlagen auf Infrastruktur und Freiflächenanlagen sowie anderseits Projekte im Siedlungsgebiet, wie etwa Dachanlagen auf Industriegebäuden, Hausdächern und Freiflächenanlagen. Mit der geplanten Solaranlage beim Stausee Lai da Nalps im Kanton Graubünden hat Axpo der Öffentlichkeit bereits ein alpines PV-Projekt vorgestellt.

Im Bereich der alpinen PV-Anlagen kann Axpo auf die Erfahrungen beim Projekt an der Muttsee-Staumauer zurückgreifen. Die Teilinbetriebnahme der grössten alpinen Solaranlage der Schweiz erfolgte im Oktober 2021, die Fertigstellung im August 2022. Alpine Solaranlagen, die über der Nebelgrenze liegen, liefern im Winter rund dreimal so viel Strom wie Anlagen im Siedlungsgebiet. Dieser Strom ist angesichts der wachsenden Winterstromlücke besonders wertvoll. Die ersten Erfahrungen vom Muttsee zeigen, dass die Erwartungen in Bezug auf die Winterstrommengen erfüllt werden.

Hohe Synergien innerhalb der Axpo-Gruppe

Die Umsetzung der Ambition im PV-Bereich erfolgt hauptsächlich durch die Axpo-Tochtergesellschaft CKW, die schon heute die Energiewende vorantreibt und pro Tag zwei Solaranlagen auf Gebäuden installiert. CKW greift dabei auf die umfassende Erfahrung und Grössenvorteile der Division Solar zurück, welche international erfolgreich seit vielen Jahren PV-Grossanlagen baut. Dank dem Know-how über die ganze Wertschöpfungskette hinweg, von der Projektentwicklung bis zum Stromhandel, ist Axpo für die Zukunft optimal aufgestellt. 

Die Solaroffensive wird insbesondere im Winter einen wertvollen Beitrag zu einer nachhaltigen und sicheren Stromversorgung leisten. Angesichts der Notwendigkeit, in der Schweiz bis 2050 die jährliche Produktion um rund 50 TWh zu erhöhen, ist diese Solaroffensive allerdings nur eines von vielen Puzzleteilen. Um die Energiewende bei hoher Versorgungssicherheit zu schaffen, sind die Rahmenbedingungen langfristig zu verbessern. Namentlich die langen Bewilligungsprozesse sind ein grosses Hindernis. Axpo wird weiterhin ihren Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten und ihre internationale Expertise konstruktiv in den politischen Prozess einbringen.

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