Daten für die Forschung

Das Pionierprojekt in den Schweizer Alpen bietet im Bereich der Forschung die Möglichkeit, Erfahrungswerte und Daten zu sammeln, die für künftige Anlagen im alpinen Raum nützlich sein können. Dafür könnte das Testen von verschiedenen Panelarten, der Vergleich unterschiedlicher Panel-Neigungswinkel auf der Staumauer oder Erfahrungswerte mit Wind- und Schneelasten Forschungsbestandteil sein.

Für die Risikominimierung der Anlage aufgrund von Schneelasten hat Axpo bereits vom Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) eine Studie durchführen lassen, die für jeden Abschnitt der Staumauer misst, wie viel Druck durch den Schnee auf die Solarpanels entstehen wird. Sie bildet u.a. die Bemessungsgrundlage für die alpine Solaranlage.

Annelehn Kahl, Solarforscherin

 

Solarforscherin Annelen Kahl zum Pionierprojekt in den Glarner Alpen

Die grösste alpine Solaranlage wird im Sommer 2021 an der Muttsee-Staumauer auf 2'500 Metern über Meer gebaut. Ein Pionierprojekt, das auch die technische Hochschule EPFL und das Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) interessiert. Annelen Kahl erforscht schon mehrere Jahre das Verhalten von Solaranlagen im hochalpinen Raum. Welche Chancen sie im 2,2-Megawatt-Pionierprojekt sieht:

«Auf 2'500 Metern über Meer gibt es viele Vorteile, die man nutzen kann. Da der Staudamm gegen Süden ausgerichtet ist, eignet er sich optimal für Solarpanels. Als Forscherin sehe ich in diesem Projekt aber noch mehr: Die Anlage ist eine Möglichkeit, Erfahrungswerte und Daten zu sammeln, die auch für künftige Anlagen im alpinen Raum nützlich sein können. Ich denke ans Testen von verschiedenen Panelarten, an den Vergleich unterschiedlicher Panel-Neigungswinkel auf der Staumauer oder an die Erfahrungswerte mit Wind- und Schneelasten.»