Pionierprojekt in den Alpen

Die 2,2-Megawatt-Solaranlage wird an der Muttsee-Staumauer des Pumpspeicherwerks Limmern installiert und wird pro Jahr rund 3,3 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. Das entspricht dem jährlichen Bedarf von rund 740 Vierpersonenhaushalten. Fast 5'000 Solarmodule werden an der Staumauer installiert, die optimal nach Süden ausgerichtet ist. Dank ihrer alpinen Lage, wird die Anlage beim Muttsee rund die Hälfte ihrer Produktion während des Winterhalbjahres liefern, also dann, wenn die Stromproduktion in der Schweiz tendenziell geringer ist als im Sommer. Dies im Gegensatz zu Solaranlagen im Unterland, bei denen nur rund ein Viertel der Stromproduktion während des Winterhalbjahres anfällt.

 

Wir nutzen die Sonne da, wo wir ihr am nächsten sind

Die Muttsee-Staumauer ist dank ihrer bestehenden Infrastruktur, ihrer Ausrichtung und Höhenlage ausserordentlich gut für Solarenergie geeignet: 

  • Aufgrund der alpinen Lage auf 2500 m.ü.M. ist dort die Solarkraft besonders effektiv und liefert dank Reflexion am Schnee und wenig Nebel besonders im Winter viel Strom.
  • Die Muttsee-Staumauer ist nach Süden ausgerichtet und damit den ganzen Tag besonnt.
  • Die Muttsee-Staumauer hat einen optimalen Neigungswinkel – Schnee rutscht von alleine ab.
  • Es wird vorhandene Infrastruktur bebaut, also keine zusätzliche Freifläche besetzt.
  • Teil der Infrastruktur (bspw. 16-kV-Netzanschluss) ist bereits vorhanden.
Claudius Bösinger, Geschäftsleiter Planeco

 

Herausforderungen im Projekt

Eine Solaranlage auf 2'500 m.ü.M. zu errichten, ist keine einfache Sache. Welche Herausforderungen dem Projekt bevorstehen, verrät Claudius Bösiger, Geschäftsleiter Planeco, der mit seinem Team im Sommer 2021 die Bauarbeiten ausführen wird:

«Die abgelegene hochalpine Lage erfordert eine gute Baulogistik und einen minutiös geplanten Montageablauf. Die Herausforderung ist es, das Solarkraftwerk in einem Sommer bauen zu können. Und der Sommer kann sehr kurz sein in dieser Höhe. Sämtliche Anlagenteile müssen so gebaut sein, dass sie den harschen Bedingungen am Berg für mindestens 30 Jahre standhalten können. Insbesondere die tiefen Temperaturen, die Schneemengen und die erhöhte UV-Strahlung machen das sehr anspruchsvoll. Wir freuen uns riesig auf diese Herausforderung.»